Französische Fußball- und NBA-Stars sprechen sich gegen die Ausbeutung der Uiguren aus

Supchina am 06.10.2020
von Gerry Harker

Übersetzung aus dem Türkischen von Uigur Zeiten

Foto: Kalidou Koulibaly, Franck Ribéry, Ousmane Dembele

Eine beträchtliche Anzahl an Profisportler in Frankreich beteiligten sich an einer Social Media Kampagne zur Erhöhung des Bewusstseins für Chinas Umgang mit den Uiguren und anderen muslimischen Minderheiten in Xinjiang.

Diese Kampagne wurde vom französischen Politiker, Raphaël Glucksmann, der sich letztes Jahr zum Ziel setzte im Europäischen Parlament „die Stimme für die stimmlosen Menschen“ zu sein, ins Leben gerufen. Er ermunterte die Leute zu Chinas Nationalfeiertag am 01. Oktober ein himmelblaues Quadrat („in uigurischen Farben“) in deren Social Media Accounts zu posten.

Mehrere namhafte französische Fußballer folgten dem Aufruf. Der aktuelle Flügelspieler von Fiorentina und FC-Bayern- Ikone, Franck Ribéry, Napoli-Star Kalidou Koulibaly und Barcelonas- Wunderkind Ousmane Dembele waren unter denjenigen, die sich aus Solidarität der Kampagne anschlossen und posteten. Ribéry, der 81 Länderspiele für Frankreich bestritt, postete das himmelblaue Quadrat neben den hashtags “#freeuyghur,” “#freeuyghurs,” und “#freeouïghours.”

Portos internationaler Moussa Marega, der in Frankreich geborene Malier, schrieb ausdrücklich über die Situation:

( 𝗎̈𝖻𝖾𝗋𝗌𝖾𝗍𝗓𝗍 𝗂𝗇𝗌 𝖣𝖾𝗎𝗍𝗌𝖼𝗁𝖾) „Millionen Uigurischer Muslime sind in China in Konzentrationslagern eingesperrt und werden darin gefoltert. Nicht für ihr Tun, sondern für das, was sie sind.“

Der internationale in Frankreich geborene Algerier, Riyad Mahrez postete ebenso ein Quadrat. Der Flügelspieler spielt für den Verein Manchester City, welcher teilweise der staatlichen chinesischen CITIC Bank gehört. Er war einer der Spieler, der sein Post kurz danach löschte. Inzwischen repostete Rudy Gobert, der NBA Center das himmelblaue Quadrat des französischen Schauspielers Omar Sy mit der Überschrift „falsch ist falsch“.

Die Spieler der NBA schienen ungerne für die Uiguren und allgemeinen China-Themen ‚den Mund aufzumachen’ nachdem Liga-Aus als Folge von Daryl Moreys Tweet im letzten Jahr,
wo er seine Unterstützung für die Hongkonger Demokratie Bewegung aussprach. China dürfte von seiner Überreaktion auf Moreys Tweet gelernt haben — das Land griff in der Sportswelt seitdem keinen mehr auf die gleiche Art an.
Arsenal Mittelfeldspieler Mesut Özil rief letzten Dezember die muslimischen Staaten dazu auf, etwas gegen die Uiguren- Verfolgung zu unternehmen. Sein Verein, der FC Arsenal, hatte sich kurz darauf von Mesuts Äußerungen distanziert. Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben. Der ehemalige Shanghai Shenhua Spieler Demba Ba sorgte ebenso während eines Interviews mit BBC
für Wirbel um Xinjiang.

Peking blieb ruhig:
Vielleicht ist Peking für eine öffentliche Auseinandersetzung mit der internationalen Sportwelt nicht bereit.

Quelle: Supchina

Uigur Zeiten