Die Verfolgungs- und Völkermordpolitk der chinesischen Behörden zwang viele Uigur*innen zur Flucht und Migration in andere Länder

Von Illyaruq, Uyghur Times, am 21.10.2020

Übersetzung aus dem Englischen von Uigur Zeiten

Nach dem Urumqi-Massaker vom 5. Juli 2009 verstärkte sich bei vielen Uigurinnen das Bestreben aus China zu flüchten. Obwohl während der letzten Jahrzehnte viele Uigurinnen in andere Länder geflohen waren und dort heute vor Chinas Einflussnahme und Verfolgung geschützt leben, war es für einige nach ihrer Flucht erst gar nicht soweit gekommen.

Viele Uigur*innen, die in den Nahen Osten kamen, fühlten sich nie sicher und geschützt. Sie kämpften öfter darum eine Dauerlösung für ihre Aufenthaltsprobleme zu erreichen.

Interessanterweise fiel es Hunderten von Uigur*innen, die in westliche Länder kamen, auch erheblich schwer, sich innerhalb der Gemeinschaften niederzulassen, die sie anstrebten und, wodurch sie glaubten,dass sich ihre Probleme ein für alle Mal lösen würden.

Die migrationsfeindliche Stimmung, die in den letzten Jahren in einigen westlichen Ländern zugenommen hatte, wirkte sich auf die Uigur*innen aus, die das Glück hatten, dem Völkermord zu entkommen, welches an ihresgleichen in Ostturkestan begangen wird.

Es wird geschätzt, dass Hunderte Uigurinnen in den USA seit Jahren auf die Beantwortung ihrer Asylanträge warten. Dies gilt genauso für die Uiguren, die ab 2017 nach Australien gekommen waren. Die Verzögerungen im Einwanderungsverfahren hindert diese Uigurinnen daran sicher zu reisen und,daran ihre Angehörigen in andere Länder sehen zu können.

Abdulghafurs chinesischer Reisepass ist bereits abgelaufen, aber sie ist zu ängstlich zu einer chinesischen Botschaft zu gehen, um ihn zu erneuern. Deshalb wollte sie einen australischen Reisepass bekommen, um ihre Familie zu besuchen. Das Passamt in Sydney lehnte ihre Bitte ab. „ Mein Antrag wurde vom Passamt in Sydney abgelehnt. Ohne, dass mir die Chance gegeben wurde, meinen Uiguren-Fall zu erklären.“ Twitterte sie!

Die schwierige Situation vieler Uigurinnen in den USA, Australien und einigen Europäischen Ländern lässt sich an Abdulghafurs Erfahrungen, einem Musterfall darstellen. Denn die Uigurinnen können ihre chinesischen Pässe nicht erneuern. Sie glauben, der Gang zur chinesischen Botschaft würde für sie Gefahren mit sich bringen. Oder die chinesische Botschaft verweigert ihren Antrag. Der Mangel der Einwanderungsbeamten an Verständnis und Mitgefühl für -die Ausbeutung der Uigur*innen- wirkte sich zusätzlich als enorme Belastung und Leid für die Uiguren aus.

„Wir werden mit so vielen Traumen wegen der Todeslager und vermissten Familienangehörigen konfrontiert, und wie unterstützt Australien den Schmerz seiner uigurischen Bürger zu verkraften und ihn zu lindern? Gar nicht!“, sagte Abdulghafur.

Quelle: Uyghur Times

Uigur Zeiten

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