Politiker und Aktivisten

Skandal: Chinesisches Generalkonsulat erpresst uigurische Angehörige von KZ-Insassen

 

 

Qırım Haber Ajansı (qha)

 Dezember 22, 2020

 

Übersetzung aus dem Türkischen von Uigur Zeiten

 

Uigur Zeiten

Dezember 24, 2020

 

Uiguren fragen chinesische Botschaft nach Vermissten

 

In der Türkei lebende Uiguren versammeln sich seit dem 18.12.20 bis dato vor dem chinesischen Generalkonsulat in Istanbul zu Kundgebungen für Auskünfte über ihre Familien in den Konzentrationslagern.

 

Heute verteilte die chinesische Vertretung in Istanbul, die die Kundgebungen und Auskunftsgesuche während der letzten Tage ignoriert hatte, ein skandalöses Erklärungsschreiben an die Angehörigen.

 

Der uigurische Journalist Umun Ihsan vermerkte, dass diese Skandal-Aktion mit Chinas Entschlossenheit, die Stimmen der Uiguren weiterhin zu überhören, einhergehe.

 

Die Uiguren, deren Familien in den Konzentrationslagern sind, versuchen seit Tagen, vor dem Generalkonsulat der Volksrepublik China in Istanbul, Gehör zu finden.


Die Konsularbeamten, die die Bearbeitung der bisher eingereichten Gesuche verweigert hatten, beabsichtigen die Aktivisten/ Angehörigen mit einem bedrohlichen Erklärungsschreiben einzuschüchtern.

 

DIE ERKLÄRUNG DES CHINESISCHEN GENERALKONSULATS ALS DROHUNG UND ERPRESSUNG ZUR EINSCHÜCHTERUNG DER AKTIVISTEN/ ANGEHÖRIGEN!

 

Die, an die uigurischen Aktivisten ausgehändigte Skandal- Erklärung beinhaltet folgende Aussagen: 


„Die Fahne der Separatisten zu tragen, die Verwendung der sog. Bezeichnung: 

 

OSTTURKESTAN, das Beschmieren der eigenen Heimat usw. erst, wenn Sie Verhalten dieser Art unterlassen und in Ihrem Social Media Account klar und deutlich einen Beitrag dazu posten, dass Sie separatistische Handlungen dieser Art und Ihre Beziehungen zu separatistischen Personen/Organisationen beenden und o.g. Verhaltensweisen endgültig ablegen und den Link dazu an [email protected] weiterleiten, dann werden Sie ein Gespräch mit Generalkonsulatsbeamten führen können.”

 

Das Blatt Papier, welches den Aktivisten gegeben wurde, enthält weder Stempel noch Unterschrift. Bemerkenswert ist, dass es keinerlei offiziellen Charakter hat und in seiner Form und Sprache weit vom amtlichen Gebrauch abweicht.


Hier ist das Originaldokument:



Skandalschreiben der chinesischen Botschaft (Türkei)


Der uigurische Aktivist und Journalist Umun İhsan hielt fest, dass die chinesische Regierung den Antrag auf ein Gespräch mit den Angehörigen der 
Konzentrationslager-Insassen abgelehnt habe.

 

Ihsan erklärte des Weiteren , dass die Angehörigen seit dem 18. Dezember bis heute versuchen würden sich vor dem chinesischen Generalkonsulat Gehör zu verschaffen, um offizielle Auskünfte über ihre Familien zu erfragen. China habe laut Ihsan jedoch gezeigt, dass es Absichten hegen würde, um die anhaltenden Menschenrechtsverstöße zu vertuschen.

 

 

 

 

DIE UIGURISCHEN AKTIVISTEN FORDERN IHRE RECHTE VOR DEM CHINESISCHEN GENERALKONSULAT WEITERHIN EIN

 

„DIE GESCHÄDIGTEN ANGEHÖRIGEN DER KZ-INSASSEN WERDEN ERPRESST“

 

Umun Ihsan äußerte sich über das chinesische Generalkonsulat in Istanbul , „ die Anfrage der Angehörigen für ein Gespräch wurde vehement abgelehnt, sie gaben dabei keinerlei Erklärung ab. Fertiggestellte Gesuche nahmen sie nicht an und heute mussten sie letztlich reagieren und eine Antwort abgeben. Mit dieser Antwort werden die Angehörigen der KZ-Insassen erpresst.“

 

Das chinesische Konsulat wollte herbeiführen, dass sich die Uiguren, die über das Freikommen ihrer Familien sprechen wollten, sich ausdrücklich ‚zu ihrer Schuld bekennen würden.‘ -Dieses Verhalten der chinesische Vertretung verstößt gegen diplomatische Regeln!“

 

DAS ZENTRUM DER RELIGIÖSEN, ETHNISCHEN UND POLITISCHEN UNTERDRÜCKUNG: OSTTURKESTAN

 

Die von der chinesischen Regierung betriebene systematische Assimilation und Unterdrückung, die in religiöser ethnischer, kultureller und politischer Hinsicht einen Völkermord darstellen, rücken Tag für Tag mehr in den Fokus der Weltöffentlichkeit.

 

Nach Angaben des US-Außenministeriums werden mehr als 2 Millionen Uiguren und Angehörige anderer muslimischen turkstämmigen Volksgruppen in Ostturkestan, unter dem Vorwand „der Bildung“ gegen ihren Willen in Konzentrationslagern festgehalten. 

 

Die Menschen in Ostturkestan, welche ethnische und kulturellen Diskriminierung erfahren, sowie Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind, werden in chinesischen Unternehmen als billige Arbeitskräfte eingesetzt. 

 

Auf der anderen Seite würde die Regierung in Peking laut den Vereinten Nationen mehr als 1 Million Uiguren in Konzentrationslagern in Ostturkestan, wo sie kulturellen Völkermord anstrebt, gewaltsam festhalten. In unterschiedlichen Quellen wird die Zahl der darin festgehaltenen Menschen auf 3 bis 4 Millionen geschätzt, einschließlich derer, die in Gefängnissen und Haftanstalten inhaftiert sind.

 

Wie sehr die chinesische Regierung in der Weltöffentlichkeit auch Gegenteiliges behauptet; es ist unerheblich ! Denn nach Angaben des US-Außenministeriums werden mehr als 2 Millionen Menschen gegen ihren Willen in Konzentrationslagern festgehalten.

 

Hier sind Uiguren und Angehörige anderer muslimischen Turkvölker, der systematischen Unterdrückungs- und Verfolgungspolitik der Kommunistischen Partei Chinas ausgesetzt und mit vielen Menschenrechtsverstößen konfrontiert.