Internationale Reaktion

Französische Fußball- und NBA-Stars sprechen sich gegen die Ausbeutung der Uiguren aus

Supchina

Oktober 06, 2020


Uigur Zeiten

Oktober 07, 2020

 

Übersetzung aus dem Englischen von Uigur Zeiten

 

 

blaues-kästchen

Eine beeindruckende Vielzahl Profisportler in Frankreich beteiligten sich an einer Social Media Kampagne um das Bewusstsein für Chinas Umgang mit den Uiguren und anderen muslimischen Minderheiten in Xinjiang zu wecken.

 

Diese Kampagne wurde vom französischen Politiker, Raphaël Glucksmann, der sich letztes Jahr zum Ziel setzte im Europäischen Parlament „die Stimme für die stimmlosen Menschen“ zu sein, ins Leben gerufen. 

 

Er ermunterte die Leute zu Chinas Nationalfeiertag am 01. Oktober ein himmelblaues Quadrat („in uigurischer Farbe“) in ihren Social Media Accounts zu posten.

 

Mehrere bekannte französische Fußballer folgten dem Aufruf. Der aktuelle Flügelspieler von Fiorentina und FC-Bayern- Ikone, Franck Ribéry, Napoli-Star Kalidou Koulibaly und Barcelonas- Wunderkind Ousmane Dembele waren unter denjenigen, die sich aus Solidarität der Kampagne anschlossen und posteten. 

 

Ribéry, der 81 Länderspiele für Frankreich bestritt, postete das himmelblaue Quadrat neben den hashtags “#freeuyghur,” “#freeuyghurs,” und “#freeouïghours.”

 

Portos internationaler Moussa Marega, der in Frankreich geborene Malier, schrieb ausdrücklich über die Situation:

 

 „Millionen Uigurischer Muslime sind in China in Konzentrationslagern eingesperrt und werden darin gefoltert. Nicht für ihr Tun, sondern für das, was sie sind.“

 

Der internationale in Frankreich geborene Algerier, Riyad Mahrez postete ebenso ein Quadrat. Der Flügelspieler spielt für den Verein Manchester City, welcher partiell der staatlichen chinesischen CITIC Bank gehört. Er war einer der Spieler, der sein Post kurz danach löschte.

 

Inzwischen repostete Rudy Gobert des NBA Centers das himmelblaue Quadrat des französischen Schauspielers Omar Sy mit der Überschrift „falsch ist falsch“.

 

Die Spieler der NBA schienen ungerne für die Uiguren und allgemeinen China-Themen ‚den Mund aufzumachen’ seitdem Liga-Aus als Folge von Daryl Moreys Tweet im letzten Jahr, wo er seine Unterstützung für die Hongkonger Demokratie Bewegung aussprach. 

 

China dürfte von seiner Überreaktion auf Moreys Tweet gelernt haben — das Land griff in der Sportswelt seitdem keinen mehr auf die gleiche Art an. 


Arsenal Mittelfeldspieler Mesut Özil rief letzten Dezember die muslimischen Staaten dazu auf, etwas gegen die Uiguren- Verfolgung zu unternehmen. Sein Verein, der FC Arsenal, hatte sich kurz darauf von Mesuts Äußerungen distanziert. 

 

Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben. Der ehemalige Shanghai Shenhua Spieler Demba Ba sorgte ebenso während eines Interviews mit BBC für Wirbel um Xinjiang. Peking blieb ruhig. Vielleicht ist Peking für eine öffentliche Auseinandersetzung mit der internationalen Sportwelt nicht bereit.